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Gelassenheit hilft

„Herr Hüther/ bzw. Herr Wurzbacher – können Sie bei uns ein Kommunikationsseminar machen? Bei uns ist das Miteinander so schlecht und der Umgang mit den Kunden lässt auch zu wünschen übrig.“

So oder so ähnlich klingt es manchmal, wenn wir in einem Unternehmen engagiert werden, um ein Seminar oder einen Workshop zu halten. Wenn wir dann nach der Vorstellung bei den Teilnehmern konkrete Situationen abfragen, mit denen wir arbeiten können und die Wünsche und Erwartungen geklärt sind, kommt es häufig vor, dass die Teilnehmer überhaupt kein Kommunikationsseminar brauchen, sondern etwas ganz anderes ihr Problem ist: Sie nehmen die Dinge persönlich und dann verlieren sie die Gelassenheit. Wenn wir dann ein paar Minuten mit den Teilnehmern gesprochen haben, was sie getan hätten, wenn sie die Ruhe bewahrt hätten und entspannt geblieben wären, dann wäre jedem einzelnen klar gewesen, wie er oder sie was getan hätte.

Den Teilnehmern fehlt also tatsächlich nicht die Fähigkeit zu kommunizieren, sondern die Fähigkeit bei sich zu bleiben und Ruhe und Gelassenheit walten zu lassen.

Wenn also jemand auf die ausfallende und aufbrausende Handlung eines Kollegen, Chefs oder Kunden nicht sinnvoll und/oder nützlich reagieren kann, dann nicht weil dem Betreffenden die kommunikativen Mittel fehlen, sondern weil der/die Betreffende das ganze auf sich bezieht und es persönlich nimmt. Es wäre ja komplett einfach, wenn der/die Betreffende wüsste wer in der Situation das Problem hat.


Lass uns zunächst klären, was die Ursache für Ärger oder mangelnde Gelassenheit ist. Ärger entsteht aus einem ersten Gefühl, dass in einer Situation hoch kommt. Das kann Wut sein, Frustration, Enttäuschung, etc. Doch all diese Gefühle vergehen relativ schnell wieder, wenn nicht jetzt ein zweites Gefühl Hand in Hand mit kommt und das alleine ist die Ursache des Ärgers. Was dieses Gefühl ist? Ganz einfach: Hilflosigkeit oder Ohnmacht.

Um zu wissen, dass das stimmt, brauchst Du keine wissenschaftlichen Studien oder Definitionen von Wikipedia. Schau in Dich rein und Du weißt es. Wann hast Du Dich das letzte Mal geärgert? Na? Erinnerst Du Dich? Warst Du hilflos oder ohnmächtig? In den Stau gefahren und zwei Stunden ins Lenkrad gebissen? Warum wohl? Weil Du hilflos warst. Also lass uns klären, was die Ursache der Hilflosigkeit ist und an der Hilflosigkeit arbeiten. Zumindest wirst Du damit emotional unabhängig und wirst Dich deutlich weniger ärgern. In vier Bereichen sitzt die Hilflosigkeit. Auf der Ebene der Identität, bzw. der höheren Identität. Wenn Du glaubst Du bist klein, kannst nichts ändern und bist nicht gut genug, dann ist es kein Wunder, wenn Du Dich ohnmächtig fühlst. Wenn Du stets zu anderen Menschen aufschaust und ein Gefühl von Minderwertigkeit Dein stetiger Begleiter ist, dann ist das die erste Baustelle. Auf der Ebene der Ziele – lass uns raten – setzt Du Dir gerne Ziele, bei denen die anderen was machen müssen oder zumindest mitmachen müssen. Stimmts? „Ich will, dass Du jetzt die Sachen wegräumst!“. Und was, wenn der andere nicht mitspielt? Genau – Du bist abhängig und damit hilflos. Auf der Ebene der Glaubenssätze hast Du z.B. Erwartungen an das Leben oder triffst Annahmen über das Leben, die Dir garantiert nicht helfen. Beispiele gefällig? „Das Leben ist hart“, oder „Das Leben ist dafür da, dass mein Plan aufgeht“, oder „Man darf niemandem trauen“. Wird es jetzt klarer? Deine Annahmen sorgen dafür, dass Du Dich ärgerst.

Der vierte Bereich ist der Bereich unserer Handlungen und/oder Verhaltensstrategien. Die am weitesten verbreitete und gleichzeitig auch zerstörerischste von allen ist das Bewerten. Du hast zwei Schubladen: richtig und falsch, bzw. gut und schlecht. Und sobald etwas passiert und Du es in die Schublade „falsch“ oder „schlecht“ packst, ärgerst Du Dich. Also lass doch einfach das Bewerten. Du siehst – das mit der Gelassenheit kannst Du lernen, bzw. in Dir wieder entdecken, denn es gab sicher mal eine Zeit im Leben, als Du gelassen warst. Also lass Dir zeigen wie das geht und melde Dich bei uns.

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